In letzter Zeit spreche ich immer wieder mit Menschen...
In letzter Zeit spreche ich immer wieder mit Menschen, die mir sagen: "Ich bin unzufrieden im Job. Aber ich kann nicht einfach kündigen."
Wenn du dich jetzt gerade wieder erkannt hast, dann bist du nicht allein.
Aber was, wenn ich dir sage, dass du deinen Job nicht wechseln musst, um ihn zu verändern?
Es gibt einen Ansatz, der genau das möglich macht. Er heißt Job Crafting.
Was ist Job Crafting?
Der Begriff stammt von zwei Organisationspsychologinnen: Amy Wrzesniewski und Jane E. Dutton. Sie haben beobachtet, dass Menschen ihre Arbeit aktiv gestalten.
Job Crafting bedeutet: Du veränderst Aufgaben, Abläufe oder Beziehungen, bis sie besser zu dir passen.
Die 3 Dimensionen des Job Crafting
1. Task Crafting - Deine Aufgaben verändern
- →Aufgaben hinzufügen, die dir liegen
- →Aufgaben abgeben, die dich auslaugen
- →Die Reihenfolge deiner Aufgaben anpassen
Beispiel: Ein Mitarbeiter in der Buchhaltung übernimmt zusätzlich das Schreiben des internen Newsletters, weil er Spaß am Schreiben hat.
2. Relational Crafting - Deine Beziehungen verändern
- →Neue Kooperationen aufbauen
- →Mentoring-Beziehungen etablieren
- →Den Kontakt zu bestimmten Personen intensivieren
Beispiel: Eine Mitarbeiterin startet ein internes Mentoring-Programm und erlebt ihre Arbeit als sinnvoller.
3. Cognitive Crafting - Deine Sichtweise verändern
- →Den Sinn deiner Arbeit neu definieren
- →Den Beitrag zum größeren Ganzen erkennen
Beispiel: Eine Mitarbeiterin im Lager sieht sich nicht mehr als "Waren ein- und ausräumen", sondern als Teil einer Kette, die dafür sorgt, dass Bestellungen pünktlich ankommen.
Die 5 Schritte des Job Crafting
Schritt 1: Selbstreflexion
Analysiere deinen aktuellen Job:
- →Welche Aufgaben geben dir Energie?
- →Welche ziehen dich aus?
- →Mit wem arbeitest du gerne zusammen?
Schritt 2: Ziele setzen
Ein oder zwei konkrete Punkte reichen für den Anfang.
Schritt 3: Planung
Entwickle konkrete Strategien. Was liegt in deiner Macht?
Schritt 4: Umsetzung
Starte in kleinen Schritten. Teste, was passiert.
Schritt 5: Evaluation
Nach ein paar Wochen: Was hat sich verändert?
Was jetzt?
Du musst nicht kündigen, um etwas zu verändern.
Wenn du dich alleine schwer tust, kann eine Außenperspektive helfen. Wenn du bereit bist, sichere dir eine kostenlose Strategie-Session.
